GEP 2024 – Die Wissenschaft des Denkens

Die 14. Jahrestagung des Global Energy Parliament (GEP), organisiert vom Isa Viswa Prajnana Trust, fand vom 14. bis 15. Dezember 2024 online statt. Teilnehmer aus aller Welt kamen zusammen, um sich dem Thema „The Science of Thought. Using Thought for a More Humane World“ zu widmen. Sie bot einen tiefen Einblick in die Natur und Kraft menschlichen Denkens – was es ist, wie es entsteht und wie es unsere Welt prägt. In einer Zeit zunehmender digitaler Einflussnahme und globaler Unsicherheit forderte das Parlament dazu auf, Gedanken wieder als maßgebliche Impulsgeber für humanitäre Veränderungen zu begreifen.

Die Veranstaltung wurde von S.E. Dr. C.V. Ananda Bose, Gouverneur von Westbengalen, eröffnet. In seiner Ansprache lobte er die Bemühungen des Parlaments, grundlegende Fragen in den Bereichen Wissenschaft, Bewusstsein und Menschlichkeit zu erforschen. Ramesh Chennithala, ehemaliger Innenminister von Kerala, eröffnete die Veranstaltung mit der Präsidentenansprache, gefolgt von einer Sonderansprache des renommierten Journalisten K.P. Mohanan.

 

GEP-Gründer H.H. Swami Isa betonte in seiner Gründeransprache die dringende Notwendigkeit, die Rolle von Gedanken bei der Gestaltung unserer Realität zu verstehen. Er beschrieb das I-Partikel als den Baustein des Universums – den „Grundgedanken”, aus dem alle Gedanken entstehen. Gedanken, so erklärte er, haben drei Qualitäten: Rote Materie (kreative Energie, Daten); Schwarze Materie (Chemie, Emotionen); Weiße Materie (Ego, Identität). Zusammen bilden sie Gedankenprogramme, die auf jeder Ebene unseres Seins wirken – von der Quantenebene bis zur biologischen Ebene. Das Verständnis dieser Programme ist der Schlüssel zur Gestaltung einer menschlicheren Welt.

Der Parlamentspräsident Dr. Kiran Vyas leitete die Parlamentssitzung, an der Minister und Abgeordnete aus aller Welt teilnahmen und darüber berieten, wie Regierungen, Institutionen und Einzelpersonen Gedanken bewusst einsetzen können, um eine friedlichere, ausgewogenere und nachhaltigere Welt zu schaffen.

Die Fragen, die die Parlamentsmitglieder an die Minister aus verschiedenen Ressorts richteten, konzentrierten sich auf die ethischen und wissenschaftlichen Implikationen des Denkens in der Regierungsführung und der öffentlichen Politik.

Die Ministerin für Frieden und globale Angelegenheiten, Karin Tag, stellte einen Antrag auf Hervorhebung eines Sachverhalts (Call-Attention-Motion), in welchem sie die Welt aufforderte, sich zu vereinen, auf unsere Menschlichkeit besinnen und lebendige Zeugnisse des Friedens zu sein.

Expertenanhörungen

Im Rahmen der Sitzung führte das GEP führte eine Expertenanhörung durch, um Einblicke in die neuesten Entwicklungen der Gedankenforschung zu geben. Das erste Expertengremium unter der Leitung von Dr. Folker Meissner untersuchte die Natur, den Ursprung und die Auswirkungen von Gedanken aus wissenschaftlicher, medizinischer und philosophischer Perspektive.

  • Die Neurowissenschaftlerin Bindu Kutty stellte das Denken als Ergebnis komplexer Interaktionen im Gehirnnetzwerk dar. Sie hob hervor, wie selbstreferenzielle und destabilisierende Gedanken mit Angst und Unruhe verbunden sind, während Meditation die Gehirnfunktion verbessert und für Klarheit, Stabilität und Leichtigkeit sorgt.
  • Der Physiker und I-Theorie-Forscher Christophe Dumas erklärte, dass Gedanken elektromagnetische Wellen sind, die auf allen Ebenen der Existenz vorhanden sind. Er identifizierte das I-Partikel als das Quant der Schwingung, das das Denken selbst ausmacht, und verwies auf die unterschiedliche Natur von menschlichem und künstlichem Denken sowie die Risiken ihrer derzeitigen Vermischung.
  • Kimberly Davis, ganzheitliche Ärztin, hob die kreative Kraft des Denkens hervor und zeigte auf, wie die bewusste Ausrichtung von Gedanken und Emotionen eine energetische Kohärenz schafft, eine kraftvolle Stille, die Heilung und Harmonisierung unterstützt.
  • Anoop Kumar, Arzt und Philosoph, untersuchte Gedanken aus der Perspektive von Identität und Bewusstsein. Er stellte die These auf, dass Denken, wenn wir uns mit unserem physischen Selbst identifizieren, als Gehirnaktivität erscheint, aber aus der Perspektive unendlichen Gewahrseins zu einem quantisierten Ausdruck des Bewusstseins wird – oder ganz aufhört zu existieren.
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Das zweite Expertengremium richtete den Fokus darauf, wie Gedanken Materie, Heilung und kollektive Erfahrungen beeinflussen – und dabei die greifbaren, messbaren Auswirkungen menschlicher Absichten aufzeigen.

  • Roger Nelson, Gründer des Global Consciousness Project in Princeton, stellte Datensammlungen aus mehreren Jahrzehnten vor, die zeigen, wie Zufallszahlengeneratoren auf kollektive menschliche Erfahrungen reagieren, was auf ein messbares Feld des Massenbewusstseins hindeutet. Er stellte die These auf, dass wir uns möglicherweise zu einem „globalen Geist” entwickeln, in dem kooperatives Denken reale Konsequenzen hat. H.H. Swami Isa wies in diesem Zusammenhang auf den Unterschied hin zwischen Bewusstheit (awareness), das Gedanken und Energie umfasst, und Bewusstsein (Consciousness), das absolute Stille, Glückseligkeit und Vollkommenheit ist – jenseits von Schwingungen oder Aktivität.
  • Amit Goswami, Quantenphysiker und Autor, sprach über nicht-lokale Korrelation in der Quantenphysik – wie Verbindungen ohne Signale entstehen können. Er betonte die Notwendigkeit, vom rationalen zum intuitiven Bewusstsein überzugehen, um ein neues kollektives Unbewusstes zu entwickeln.
  • Christian Schubert, Experte für Psychoneuroimmunologie, sprach über die Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele und kritisierte den veralteten Dualismus in der modernen Wissenschaft. Seine Forschungen zeigen, wie Gedanken und alternative Heilmethoden Entzündungsreaktionen im Körper beeinflussen und damit den Einfluss des Geistes auf die körperliche Gesundheit belegen.

Gemeinsam demonstrierten die Referenten, dass Gedanken unmittelbare, beobachtbare Auswirkungen auf das Selbst und die Umwelt haben – und dass in der Kultivierung hochwertiger, positiver Gedanken durch Praktiken wie Meditation und das Bewusstsein für Lebensenergie (Prana) der Schlüssel zur Gestaltung einer besseren Welt liegt.

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Das Parlament forderte dazu auf, mehr Aufmerksamkeit darauf zu verwenden, das menschliche Leben und Denken in einem natürlichen Gleichgewicht zu erhalten und gegenwärtigen destruktiven Tendenzen entgegenzuwirken. In Übereinstimmung damit wurden Gesetzesentwürfe und Resolutionen aus verschiedenen Bereichen verabschiedet, darunter Frieden und globale Angelegenheiten, Umwelt, Landwirtschaft, Wissenschaft und Technologie, Frauenangelegenheiten und Bildung. 

In Anerkennung der Bedeutung des Denkens für die Entscheidungsfindung, die Politikgestaltung und die Regierungsführung legte H.H. Swami Isa in seiner Abschlussrede den Regierungen der Welt die Einführung eines Gedankenministeriums nahe, dessen Aufgabe es wäre, die Qualität der den vorgeschlagenen Gesetzen und politischen Maßnahmen zugrundeliegenden Gedankenstrukturen einerseits sowie deren zu erwartende Folgen andererseits auf der Grundlage der vereinheitlichenden Energietheorie (I-Theorie) wissenschaftlich zu bewerten, bevor sie als Resolutionen verabschiedet werden können. Damit würde dieses Ministerium ähnlich einem hoch entwickelten menschlichen Intellekt fungieren, jedoch auf der objektiven Ebene. Der Vorschlag wurde vom Parlament begrüßt und angenommen.

 

Die Abschiedsrede hielt Karu Jayasuriya, ehemaliger Sprecher des srilankischen Parlaments, der die einzigartige und wichtige Mission des GEP lobte und seine Erkenntnisse über die Verbindung von Gedanken und dem demokratischen Prozess einer Nation teilte.

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Fazit

Das 14. Global Energy Parliament bot eine seltene und zeitgemäße Auseinandersetzung mit der Natur des Denkens und seiner Rolle beim Aufbau einer humaneren Welt. In der Erkenntnis, dass wahrer Frieden, Glück und Gesundheit nur durch das Denken erreicht werden können, unterbreiteten die Parlamentsmitglieder in ihren wirkungsvollen Beiträgen eine Vielzahl von Empfehlungen für die Anwendung der Wissenschaft des Denkens in Politik, Bildung, Gesundheit und Friedensförderung. Durch die Verbindung von Wissenschaft, Philosophie und öffentlicher Politik eröffnete die Sitzung neue Möglichkeiten für unser Leben und unsere Regierungsführung. Der Vorschlag für ein Gedankenministerium spiegelt die Erkenntnis um die Bedeutung menschlichen Denkens wider und eröffnet einen Weg, der auf der Basis bewusster Gedankenführung echte Veränderungen in greifbare Nähe rücken lässt.

 

Parlamentskabinett 2024

Parliamentspräsident: Dr. Kiran Vyas

Stellv. Präsident: Dr. Mathews George Chunakara

Stellv. Präsident: Prof. V. Unnikrishnan Nayar

Parlamentssekretär: Dr. M.R. Thampan

Minister für Wohnungswesen: Dr. G. Shankar

Gesundheitsminister: Dr. Folker Meissner

Ministerin für Frieden und Globale Angelegenheiten: Karin Tag

Umweltministerin: Lady Carla Davis

Minister für Philosophie: Dr. Guido-Henri de Couvreur

Minister für Wissenschaft und Technologie: Dr. Christophe Dumas